Erfolgreicher Derby-Auftakt gegen die DJK SB Straubing – Türk Gücü nutzt individuelle Fehler eiskalt aus
Der FSV VfB Straubing hat sein letztes Testspielwochenende vor dem Start der Bezirksliga-Saison 2026/27 mit einem Sieg und einer Niederlage abgeschlossen. Dem verdienten 2:1-Erfolg im Stadtderby bei der DJK SB Straubing folgte am Samstag vor über 400 Zuschauern eine 2:4-Niederlage gegen den Landesliga-Aufsteiger SV Türk Gücü Straubing.
Während am Freitag vor allem die jungen Spieler überzeugten, zeigte die Mannschaft am Samstag über weite Strecken eine engagierte Leistung, musste sich am Ende jedoch aufgrund mehrerer individueller Fehler geschlagen geben.
Junge Mannschaft überzeugt im Derby gegen die DJK
Im ersten Spiel des Wochenendes setzte das Trainerteam bewusst auf die jüngeren Spieler des Kaders. Die Begegnung war von Beginn an intensiv und umkämpft, klare Torchancen blieben zunächst auf beiden Seiten Mangelware.
Nach einer Viertelstunde brachte Lukas Groß mit einem präzisen Pass Bartosz Przybyl in Position, der souverän zur Straubinger Führung einschob.
Kurz nach dem Seitenwechsel gelang der DJK durch Julian Hagenauer der Ausgleich.
Die Entscheidung fiel erst in einer dramatischen Schlussphase. Nachdem Neuzugang Ben Broghammer in der 88. Minute einen Foulelfmeter glänzend parierte, leitete er mit einem schnellen Abwurf sofort den Gegenangriff ein. Simon Hack setzte sich auf der rechten Seite stark durch und bediente Ibrahim Shawaz Abdelkader, der den Ball volley zum umjubelten 2:1-Siegtreffer im Tor unterbrachte.
Interimstrainer Max Hupfloher zeigte sich zufrieden: „Trotz der Schonung vieler Stammspieler zeigte die Mannschaft eine kompakte und geschlossene Leistung. Der späte Siegtreffer war der verdiente Lohn für den großen Einsatz der gesamten Mannschaft.“
Über 400 Zuschauer sehen attraktives Stadtderby
Nur einen Tag später wartete mit dem SV Türk Gücü Straubing der nächste starke Gegner.
Vor 415 Zuschauern entwickelte sich ein intensives und unterhaltsames Derby, in dem der Landesliga-Aufsteiger zunächst besser ins Spiel fand.
Bereits früh brachte Asllan Shalaj die Gäste per Foulelfmeter in Führung.
Mit zunehmender Spielzeit arbeitete sich der FSV VfB jedoch immer besser in die Begegnung. Mario Cieslik nutzte einen Fehler des gegnerischen Torhüters eiskalt zum verdienten Ausgleich.
Kurz vor der Pause musste der FSV VfB allerdings einen Rückschlag hinnehmen. Nach einer Rudelbildung entschied das Schiedsrichtergespann überraschend auf die Rote Karte gegen Julian Weber. Trotz Unterzahl blieb Straubing mutig und hätte durch Imran Krasniqi sogar noch vor der Pause in Führung gehen können.
Führung trotz Unterzahl
Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn war es dann soweit.
Nach einer sehenswerten Flanke von Florian Folger köpfte Imran Krasniqi den FSV VfB mit 2:1 in Führung.
Doch anschließend folgten zehn Minuten, die das Spiel entschieden.
Drei individuelle Fehler innerhalb kürzester Zeit nutzte der SV Türk Gücü Straubing konsequent aus. Zwei Treffer von Fynn Spielvogel sowie ein weiteres Tor von Almir Mesanovic drehten die Partie innerhalb weniger Minuten.
Obwohl die Gäste später selbst nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl agieren mussten, gelang dem FSV VfB keine Ergebniskorrektur mehr.
Positives Fazit trotz Niederlage
Interimstrainer Max Hupfloher ordnete die Niederlage realistisch ein: „Der Sieg für Türk Gücü geht insgesamt in Ordnung. Wir haben nach dem frühen Rückstand gut ins Spiel gefunden und sogar in Unterzahl geführt. Drei individuelle Fehler haben das Spiel letztlich entschieden. Besonders positiv war aber die Reaktion der Mannschaft nach dem Abpfiff. Es gab keine Schuldzuweisungen – stattdessen richtet sich der komplette Fokus bereits auf den Saisonauftakt.“
Jetzt zählt die Bezirksliga
Mit dem Abschluss der Vorbereitung richtet sich der Blick nun vollständig auf den Saisonstart.
Am kommenden Wochenende beginnt für den FSV VfB Straubing die neue Bezirksliga-Spielzeit. Gegner ist der FC Ergolding, gegen den die Mannschaft unbedingt mit einem Erfolgserlebnis starten möchte.
Die Vorbereitung hat gezeigt, welches Potenzial im jungen Kader steckt. Nun gilt es, dieses auch in der Liga auf den Platz zu bringen.