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Ohne Trainer kein Fußball – die größten Stundenmacher im Verein (Teil 2)

Wenn am Wochenende eine Mannschaft auf dem Platz steht, sieht man Spieler, Trainer und vielleicht noch den Betreuer an der Seitenlinie.

Was man nicht sieht: die vielen Stunden, die bereits vorher geleistet wurden.

Denn Training beginnt nicht mit dem ersten Pfiff des Trainers. Und ein Spieltag endet nicht mit dem Schlusspfiff.

Gerade Trainer, Co-Trainer und Mannschaftsverantwortliche gehören zu den Menschen, die Woche für Woche einen der größten ehrenamtlichen Arbeitsblöcke im Verein leisten.

Mehr als zweimal Training und ein Spiel

Von außen klingt es oft einfach:

Zwei Trainingseinheiten unter der Woche.
Ein Spiel am Wochenende.

Doch dahinter steckt wesentlich mehr.

Eine Trainingseinheit muss vorbereitet werden. Inhalte müssen geplant, Übungen angepasst und Material organisiert werden. Spieler müssen informiert werden. Bei Jugendmannschaften kommen Elternkommunikation, Fahrgemeinschaften, kurzfristige Absagen oder Fragen rund um Turniere und Spiele hinzu.

Im Erwachsenenbereich geht es zusätzlich um Kaderplanung, Aufstellungen, Verletzungen, Belastungssteuerung und Abstimmungen zwischen mehreren Mannschaften.

Am Spieltag kommen Vorbereitung, Anfahrt, Besprechung, Spiel, Nachbereitung und oftmals noch Gespräche hinzu.

Aus zwei Trainingseinheiten und einem Spiel werden so schnell sechs, acht oder sogar zehn Stunden pro Woche.

Mehrere tausend Stunden für den Sportbetrieb

Bei elf Mannschaften entsteht dadurch eine beeindruckende Größenordnung.

Schon wenn man je Mannschaft durchschnittlich nur rund sieben Stunden pro Woche und etwa 45 aktive Wochen im Jahr ansetzt, ergeben sich:

mehr als 3.400 Stunden

Und dabei sind Co-Trainer, zusätzliche Turniere, Freundschaftsspiele, Trainingslager und besonders intensive Saisonphasen noch nicht vollständig berücksichtigt.

Realistisch dürfte der unmittelbare Trainings- und Mannschaftsbetrieb deshalb jährlich in einer Größenordnung von 3.500 bis 4.500 ehrenamtlichen Stunden liegen.

Damit entfällt ungefähr ein Drittel der gesamten Vereinsarbeit allein auf Trainer, Co-Trainer und Mannschaftsorganisation.

Trainer sind viel mehr als Übungsleiter

Gerade im Nachwuchsbereich übernehmen Trainer heute viele Rollen gleichzeitig.

Sie sind:

  • Fußballtrainer
  • Ansprechpartner
  • Organisatoren
  • Motivatoren
  • Konfliktlöser
  • manchmal Fahrer
  • manchmal Materialwart
  • manchmal Ansprechpartner für Eltern
  • und sehr oft die erste Verbindung zwischen Mannschaft und Verein

Natürlich ist ihre wichtigste Aufgabe der Fußball.

Aber gerade bei Kindern und Jugendlichen leisten Trainer weit mehr.

Sie vermitteln Verlässlichkeit, Teamgeist und Verantwortung. Sie erleben Siege und Niederlagen mit den Spielern, begleiten Entwicklungen und schaffen einen Ort, an dem junge Menschen Gemeinschaft erleben.

Diese Arbeit lässt sich kaum in Stunden ausdrücken.

Und trotzdem hilft die Stundenrechnung dabei, ihre Dimension sichtbar zu machen.

Wenn kurzfristig jemand fehlt

Vereinsarbeit läuft selten exakt nach Plan.

Ein Spieler sagt ab. Ein Trainer fällt aus. Ein Platz kann nicht benutzt werden. Eine Spielzeit wird geändert. Ein Turnierplan kommt kurzfristig. Eltern haben Fragen. Ein Gegner bittet um eine Verlegung.

Dann beginnt die Arbeit, die auf keinem Trainingsplan steht.

Telefonate, WhatsApp-Nachrichten, Abstimmungen und spontane Lösungen gehören zum Alltag.

Oft passiert das abends.

Nach der Arbeit.

Oder am Wochenende.

Und genau diese vielen kleinen Aufgaben verschwinden später in keiner Statistik.

Ohne Trainer keine Mannschaft

Man kann Plätze bauen.

Man kann Trikots kaufen.

Man kann Spielpläne erstellen.

Aber ohne Menschen, die Woche für Woche mit einer Mannschaft auf den Platz gehen, findet kein Vereinsfußball statt.

Trainer und Co-Trainer sind deshalb nicht einfach ein Teil des Vereins.

Sie sind eine seiner wichtigsten Grundlagen.

Ein großes Dankeschön

In unserer Serie „So funktioniert unser Verein“ möchten wir deshalb heute ganz bewusst Danke sagen.

Danke an alle Trainer und Co-Trainer.

Danke an diejenigen, die Einheiten vorbereiten, Spiele organisieren und Wochenende für Wochenende an der Seitenlinie stehen.

Danke an diejenigen, die nach einem langen Arbeitstag noch auf den Sportplatz fahren.

Und danke an alle, die Verantwortung für eine Mannschaft übernehmen.

Denn hinter elf Mannschaften stehen nicht nur elf Teams.

Dahinter stehen Menschen, die dafür sorgen, dass überhaupt trainiert und gespielt werden kann.

12.000 Stunden haben viele Gesichter

Im ersten Teil unserer Serie haben wir gezeigt, dass in einem Verein unserer Größenordnung schätzungsweise rund 12.000 ehrenamtliche Stunden pro Jahr geleistet werden.

Heute wird deutlich:

Ein erheblicher Teil davon entsteht direkt dort, wo Fußball stattfindet.

Auf dem Trainingsplatz.

In der Kabine.

An der Seitenlinie.

Und bei Menschen, die bereit sind, Verantwortung für andere zu übernehmen.

Ohne Trainer kein Fußball.

Und ohne Ehrenamt kein Verein.

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