Logo

FSV VfB Straubing bleibt auswärts weiter sieglos – 1:3 in Simbach

Trotz klarer Überlegenheit im ersten Durchgang reichen individuelle Fehler und fehlende Konsequenz nicht für die ersten Auswärtspunkte

Der FSV VfB Straubing muss weiter auf den ersten Auswärtssieg der laufenden Bezirksligasaison warten. Bei der FC-DJK Simbach unterlag die Mannschaft von Trainer Franz Koller vor 280 Zuschauern mit 1:3 (1:1).

Dabei erzählt das Endergebnis nur einen Teil der Geschichte. Vor allem in der ersten Halbzeit war Straubing die klar spielbestimmende Mannschaft, erspielte sich zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten und hätte die Partie durchaus frühzeitig in die eigene Richtung lenken können.

Am Ende entschied jedoch nicht allein die spielerische Qualität. Simbach war aggressiver, laufstärker und konsequenter – und nutzte die Straubinger Fehler eiskalt.

Früher Rückstand nach eigenem Fehler

Der Start verlief denkbar schlecht.

Bereits in der 5. Minute führte ein kapitales Missverständnis in der Straubinger Defensive zum 1:0. Florian Sommersberger kam an der Strafraumgrenze an den Ball und legte quer auf Samuel Guth, der aus rund 14 Metern nur noch ins verwaiste Tor einschieben musste.

Die Reaktion des FSV VfB ließ allerdings nicht lange auf sich warten.

Praktisch vom Anstoß weg kam Florian Folger nach einer Ecke am langen Pfosten völlig frei zum Abschluss. Sein Volleyschuss strich jedoch knapp über die Querlatte.

Es sollte nicht die letzte große Straubinger Möglichkeit bleiben.

Straubing vergibt Chance um Chance

In der Folge spielte fast ausschließlich der FSV VfB.

Nach 20 Minuten überwand Florian Folger den Simbacher Schlussmann mit einem Lupfer – die Linienrichterin entschied jedoch auf Abseits.

Zehn Minuten später legte Folger auf Imran Krasniqi quer, doch ein Simbacher Verteidiger konnte in höchster Not klären. Nur zwei Minuten danach war Folger selbst alleine unterwegs, zögerte beim Abschluss allerdings zu lange.

Simbach agierte offensiv überwiegend mit langen Bällen und konnte sich im ersten Durchgang kaum nennenswerte Möglichkeiten erspielen.

Florian Folger belohnt Straubing

Kurz vor der Pause fiel dann endlich der längst überfällige Ausgleich.

Mario Cieslik bediente Besmir Arifaj, dessen wuchtigen Abschluss aus rund 18 Metern Simbachs Torhüter Andreas Aigner nur abwehren konnte.

Florian Folger reagierte am schnellsten und versenkte den Abpraller in der 43. Minute volley zum hochverdienten 1:1.

Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen – gemessen am Spielverlauf eigentlich zu wenig für die Straubinger.

Zweiter Fehler, zweites Gegentor

Auch nach dem Seitenwechsel hatte der FSV VfB zunächst durch Imran Krasniqi und Florian Folger die ersten Abschlüsse.

Doch Simbach blieb aggressiv und kam nach einem Freistoß zunächst zu einem Lattentreffer.

In der 69. Minute folgte dann der nächste bittere Rückschlag: Einen Freistoß von der rechten Seite unterlief FSV VfB-Keeper Ben Broghammer. Vinzenz Able nutzte die Situation und köpfte zur 2:1-Führung für die Gastgeber ein.

Wieder hatte sich Straubing durch einen eigenen Fehler in eine schwierige Situation gebracht.

Gelb-Rot für Tom Liebherr

Nur wenige Minuten später folgte der nächste Knackpunkt.

Florian Folger wurde an der Simbacher Strafraumgrenze zu Fall gebracht, der erwartete Freistoßpfiff blieb jedoch aus. Simbach schaltete schnell um und startete den Konter.

Tom Liebherr konnte seinen Gegenspieler als letzter Mann nur noch durch Halten stoppen und sah in der 72. Minute Gelb-Rot.

Straubing musste die Schlussphase zu zehnt bestreiten.

Selbst in Unterzahl war das 2:2 möglich

Doch entschieden war die Partie noch immer nicht.

Besmir Arifaj schickte den eingewechselten Max Plendl auf die Reise. Plendl steuerte über die linke Seite auf das Simbacher Tor zu, während Spielführer Felix Jobst zentral mitgelaufen war.

Statt des möglichen Querpasses entschied sich Plendl für den eigenen Abschluss – und scheiterte am Simbacher Torhüter.

Eine riesige Möglichkeit zum 2:2 – trotz Unterzahl.

Simbach macht den Deckel drauf

Statt des möglichen Ausgleichs fiel auf der anderen Seite die Entscheidung.

Ein missglückter Straubinger Abschlag landete direkt bei Fabian Maier. Der Simbacher schlug noch einen Haken und schlenzte den Ball anschließend sehenswert in den linken Winkel.

3:1 in der 82. Minute.

Damit war die Partie entschieden.

Franz Koller fordert auswärts eine andere Mentalität

FSV VfB-Trainer Franz Koller fand nach dem Spiel deutliche Worte: „Wir hatten durch einen individuellen Fehler einen schwierigen Start in das Spiel und laufen dem 0:1 hinterher. Wir sind dann dominant und haben einige Top-Möglichkeiten. Kurz vor der Pause gelingt uns der hochverdiente Ausgleich.“

Entscheidend sei anschließend erneut die fehlende Konsequenz gewesen: „Nach der Pause sind wieder Chancen da, wir bekommen aber durch den nächsten eigenen Fehler das 1:2; zudem kurz darauf eine gelb-rote Karte. Aber selbst in Unterzahl haben wir eine 100-prozentige Chance zum Ausgleich, treffen aber beim Torabschluss die falsche Entscheidung.“

Sein Gesamtfazit fällt selbstkritisch aus: „Letztlich hat sich Simbach den Sieg über absoluten Einsatz, Willen und eine hohe Laufbereitschaft und Aggressivität – gegen die wir oft keine Antwort wussten und nicht dagegen gehalten haben – auch irgendwo verdient. Wir müssen auswärts schleunigst eine andere Mentalität und Intensität in unser Spiel bringen.

Spielerisch überlegen allein reicht nicht

Genau darin liegt die entscheidende Erkenntnis dieses Auswärtsspiels.

Der FSV VfB hatte gerade in der ersten Halbzeit die spielerischen Vorteile und genügend Möglichkeiten, um die Partie für sich zu entscheiden. Fußball wird aber nicht allein über Ballbesitz und Torchancen entschieden.

Simbach machte vor, was auf einem engen Platz und in einem umkämpften Bezirksligaspiel ebenfalls notwendig ist: Einsatz, Aggressivität, Laufbereitschaft und Konsequenz.

Für Straubing bleibt damit eine Baustelle bestehen: Während es zu Hause läuft, wartet die Mannschaft auswärts weiterhin auf den ersten Saisonsieg.

Jetzt wartet ein ganz besonderes Heimspiel

Viel Zeit zum Ärgern bleibt allerdings nicht.

Bereits am kommenden Freitag, 11. September, um 19:00 Uhr empfängt der FSV VfB Straubing den SC Falkenberg.

Und dieses Spiel ist weit mehr als eine gewöhnliche Bezirksligapartie: Es bildet den sportlichen Auftakt in das große Jubiläumswochenende rund um 100 Jahre FSV.

🔴⚫ Freitagabend. Flutlicht. Heimspiel. Jubiläum.

Eine passende Gelegenheit, um gemeinsam die richtige Antwort auf die Niederlage in Simbach zu geben.

Spieldaten

FC-DJK Simbach – FSV VfB Straubing 3:1 (1:1)

FC-DJK Simbach:
Andreas Aigner, Martin Glatzeder, Julian Husel, Thomas Einhell, Samuel Guth (88. Mathias Staniczek), Daniel Grubwinkler (43. Fabian Maier), Vinzenz Able, Raphael Siegerstetter, Tobias Lieb, Robert Perstorfer (77. Luca Schettler), Florian Sommersberger

FSV VfB Straubing:
Ben Broghammer, Julian Weber, Arian Ramadani, Tom Liebherr, Lorik Ajeti, Felix Jobst, Leon Jedlicka (46. Simon Hack), Mario Cieslik (75. Max Plendl), Florian Folger, Besmir Arifaj, Imran Krasniqi (80. Matthias Gruber)

Tore:
1:0 Samuel Guth (5.)
1:1 Florian Folger (43.)
2:1 Vinzenz Able (69.)
3:1 Fabian Maier (82.)

Gelb-Rot: Tom Liebherr (72./FSV VfB Straubing/Halten)

Schiedsrichterin: Silke Ascher (Neureichenau)
Zuschauer: 280

«