Warum diese Geschichte erzählt werden muss Logo

100 Jahre FSV – Die Geschichte lebt: Auftakt zu unserer großen Geschichtsreihe

Ein Verein besteht nicht nur aus Tabellen, Toren, Aufstiegen und Meisterschaften. Ein Verein lebt von Menschen, Erinnerungen, Freundschaften, besonderen Orten und von Geschichten, die über Generationen hinweg weitergetragen werden.

Im Jahr 2026 blickt der FSV auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Ein ganzes Jahrhundert voller sportlicher Höhen und Tiefen, großer Mannschaften, außergewöhnlicher Persönlichkeiten, schwieriger Zeiten und immer wieder neuer Aufbrüche.

Mit unserer neuen Geschichtsreihe möchten wir genau diese Geschichte erzählen.

Nicht in einem einzigen langen Rückblick. Nicht nur anhand von Jahreszahlen. Sondern Woche für Woche, Kapitel für Kapitel und Geschichte für Geschichte.

100 Jahre – und weit mehr als Fußball

Die Geschichte des FSV beginnt im Jahr 1926 und führt durch sehr unterschiedliche Zeiten.

Sie erzählt von den ersten Fußballern auf den Hagenwiesen. Von improvisierten Spielstätten und einfachen Bedingungen. Von politischen Umbrüchen und den schweren Kriegsjahren. Von einem Neubeginn nach 1945. Von der legendären „Schwarzen Erde“, großen Jugendmannschaften und Spielern, deren Weg weit über Straubing hinausführte.

Sie erzählt aber genauso von Rückschlägen, Abstiegen, dem Verlust der eigenen Heimat und dem jahrzehntelangen Kampf um einen neuen Sportplatz.

Und sie erzählt von Menschen, die nicht aufgegeben haben.

Menschen, die organisiert, trainiert, gebaut, gesammelt, geholfen und Verantwortung übernommen haben.

Genau deshalb ist diese Serie mehr als eine reine Vereinschronik.

Sie soll sichtbar machen, was einen Verein über hundert Jahre zusammenhält.

Eine Geschichte, die beinahe verloren gegangen wäre

Gerade die frühen Jahrzehnte der Vereinsgeschichte lassen sich heute nicht mehr vollständig durch Originalunterlagen nachvollziehen.

Während der Kriegsjahre gingen zahlreiche historische Dokumente und Vereinsunterlagen verloren. Viele Informationen aus den Anfangsjahren konnten deshalb nur durch Erinnerungen ehemaliger Mitglieder, alte Presseberichte und später zusammengetragene Aufzeichnungen bewahrt werden.

Umso größer ist die Bedeutung der Arbeit von Lothar Palloch.

Als ehemaliger Vereinsvorsitzender und Ehrenmitglied hat er über viele Jahre hinweg Erinnerungen, Namen, Ereignisse und historische Zusammenhänge gesammelt und dokumentiert. Seine Aufzeichnungen bilden heute einen wesentlichen Grundstein für die Aufarbeitung der FSV-Geschichte.

Ohne diese Arbeit wären viele Geschichten vermutlich längst vergessen.

Deshalb soll diese Reihe nicht nur die Vergangenheit des Vereins erzählen. Sie soll gleichzeitig eine Würdigung jener Menschen sein, die dafür gesorgt haben, dass diese Vergangenheit überhaupt noch erzählt werden kann.

Geschichten von Menschen, Orten und Generationen

In den kommenden Wochen werden wir chronologisch durch die Geschichte des FSV reisen.

Doch immer wieder verlassen wir dabei bewusst die reine Zeitlinie.

Denn manche Geschichten verdienen ihren eigenen Raum.

Die Geschichte der Schwarzen Erde zum Beispiel – jenes Platzes, der nach dem Zweiten Weltkrieg aus einem von Bombentrichtern gezeichneten Gelände entstand und für Generationen zur Heimat des Vereins wurde.

Oder die Geschichten von Spielern wie Siegfried „Sigg“ Burkhardt und Willi Mikulasch, deren Wege vom FSV bis auf die großen Fußballbühnen Deutschlands führten.

Wir werden an die Menschen erinnern, die vielleicht nie ein entscheidendes Tor geschossen haben, für den Verein aber trotzdem unersetzlich waren.

Und wir werden erzählen, wie Mitglieder mit tausenden ehrenamtlichen Arbeitsstunden eine eigene Sportanlage geschaffen haben. Rund 13.000 Stunden freiwilliger Arbeit stecken in jenem Vereinsgelände, das später zur Heimat des FSV im Straubinger Süden wurde.

Geschichte bedeutet auch Verantwortung

Ein Jubiläum ist immer ein Blick zurück.

Aber es sollte niemals nur ein Blick zurück sein.

Denn Vereinsgeschichte hat ihren Wert vor allem dann, wenn die nächste Generation versteht, was frühere Generationen aufgebaut haben.

Viele Dinge, die heute selbstverständlich erscheinen, waren es früher nicht.

Ein eigener Sportplatz war nicht selbstverständlich.

Ein Vereinsheim war nicht selbstverständlich.

Jugendarbeit war nicht selbstverständlich.

Und auch der Fortbestand des Vereins war in verschiedenen Phasen seiner Geschichte keineswegs selbstverständlich.

Immer wieder musste der FSV neue Wege finden.

Genau darin liegt vielleicht einer der stärksten roten Fäden dieser hundert Jahre:

Veränderung war nie das Gegenteil von Tradition. Veränderung war immer wieder notwendig, damit Tradition weiterleben konnte.

Das gilt für den Wiederaufbau nach dem Krieg genauso wie für den Verlust der Schwarzen Erde, den Bau der eigenen Sportanlage und schließlich auch für die Fusion zum heutigen FSV VfB Straubing.

Die letzte chronologische Folge der historischen Unterlagen beschreibt diesen Gedanken treffend: Die ersten zwölf Folgen bilden das Fundament, danach sollen die Geschichten von Menschen, Mannschaften und besonderen Momenten weiter erzählt werden.

Genau diesem Gedanken folgen wir.

Jeden Mittwoch ein neues Kapitel

Ab jetzt erscheint jeden Mittwoch eine neue Folge unserer Geschichtsreihe „100 Jahre FSV – Die Geschichte lebt“.

Dabei wechseln sich chronologische Kapitel mit besonderen Geschichten über Menschen, Mannschaften und Orte ab.

So entsteht Schritt für Schritt ein digitales Geschichtsbuch des FSV.

Nicht nur für diejenigen, die vieles davon selbst erlebt haben.

Sondern auch für jüngere Mitglieder, Spielerinnen und Spieler, Eltern, Freunde und Unterstützer, die vielleicht zum ersten Mal erfahren, wie außergewöhnlich der Weg dieses Vereins tatsächlich war.

Denn Vereinsgeschichte lebt nur dann weiter, wenn sie erzählt wird.

Und genau damit beginnen wir jetzt.

In der nächsten Folge

Folge 1: Wie auf den Hagenwiesen alles begann

Im Mai 1926 begann die Geschichte des Vereins unter einfachsten Bedingungen.

Keine moderne Sportanlage. Keine festen Tore. Keine komfortablen Auswärtsfahrten.

Auf den Hagenwiesen wurden die Tore vor dem Spiel aufgebaut und anschließend wieder abgebaut. Eine selbst gezimmerte Hütte diente als Umkleide, und zu Auswärtsspielen fuhren die Spieler häufig mit dem Fahrrad.

Nächsten Mittwoch erzählen wir, wie aus einigen Fußballbegeisterten eine Gemeinschaft entstand, die den Grundstein für 100 Jahre Vereinsgeschichte legte.

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