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Bittere Auswärtsniederlage: Starker FSV VfB unterliegt in Teisbach mit 1:2

Straubing zeigt über weite Strecken seine beste Auswärtsleistung seit Monaten – umstrittene Schiedsrichterentscheidungen prägen die zweite Halbzeit

Es gibt Niederlagen, die lassen sich relativ schnell abhaken. Und es gibt Spiele, nach denen der Frust noch lange nach dem Schlusspfiff tief sitzt.

Das 1:2 (1:0) des FSV VfB Straubing beim FC Teisbach gehört zweifellos zur zweiten Kategorie.

Vor 268 Zuschauern zeigte die Mannschaft von Trainer Franz Koller insbesondere in der ersten Halbzeit ihre wohl beste Auswärtsleistung seit Monaten. Straubing dominierte, erspielte sich zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten und hätte bereits zur Pause deutlich führen können.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung jedoch eine aus Straubinger Sicht äußerst bittere Wendung. Mehrere Entscheidungen von Schiedsrichter Johannes Ascher sorgten beim FSV VfB für erheblichen Unmut und prägten letztlich auch die Bewertung dieser 1:2-Niederlage.

Straubing übernimmt sofort das Kommando

Vom Anpfiff weg präsentierte sich der FSV VfB konzentriert, spielstark und dominant.

Bereits nach rund fünf Minuten hätte die Führung fallen können. Nach einem Eckball von Besmir Arifaj kam Nico Tavcar am langen Pfosten völlig frei zum Kopfball, setzte diesen jedoch knapp links neben das Tor.

Nur wenige Minuten später die nächste Großchance: Über Florian Folger und Besmir Arifaj landete der Ball bei Imran Krasniqi. Dessen trockener Abschluss aus rund 18 Metern krachte an den rechten Pfosten.

Straubing blieb dran.

Ein starker Flankenball von Felix Jobst fand Florian Folger, dessen wuchtigen Kopfball Teisbachs Torhüter Nico Kreisler mit einer starken Parade entschärfte.

Der Führungstreffer lag längst in der Luft.

Krasniqi belohnt die starke Anfangsphase

In der 26. Spielminute war es schließlich so weit.

Imran Krasniqi trat aus rund 20 Metern zum Freistoß an und brachte den FSV VfB mit 1:0 in Führung.

Und Straubing hätte nachlegen können – eigentlich sogar müssen.

Kapitän Felix Jobst setzte sich stark über die rechte Seite durch und bediente Besmir Arifaj. Dieser schlug noch einen Haken und schlenzte den Ball aus rund 14 Metern Richtung Tor – doch erneut rettete der Pfosten für die Gastgeber.

Kurz vor der Pause setzte Florian Folger Rayan Farjallah in Szene. Der Straubinger zog aus vollem Lauf von der Strafraumgrenze ab, doch erneut war Kreisler zur Stelle.

Auf der anderen Seite hatte Teisbach im ersten Durchgang lediglich eine wirklich große Gelegenheit. Kevin Ritt scheiterte aus kurzer Distanz am hervorragend reagierenden Kaan Gülcü.

So ging es lediglich mit einer 1:0-Führung in die Kabinen – angesichts der Straubinger Möglichkeiten deutlich zu wenig.

Ein Strafstoß verändert die Partie

Nach dem Seitenwechsel kam Teisbach engagierter aus der Kabine und erhöhte die Intensität. Klare Torchancen blieben zunächst jedoch aus.

Dann folgte die 57. Minute – und eine Szene, die aus Straubinger Sicht den Charakter der Partie entscheidend veränderte.

Teisbachs Alexander Schuster drang über die linke Seite in den Strafraum ein und kam zu Fall. Schiedsrichter Johannes Ascher entschied auf Strafstoß.

Beim FSV VfB sorgte diese Entscheidung für völliges Unverständnis. Nach Straubinger Wahrnehmung war kein entsprechender Kontakt eines FSV-Spielers vorausgegangen.

Oliver Gabel nutzte die Gelegenheit und verwandelte zum 1:1.

Platzverweis und weitere strittige Szenen

Nur fünf Minuten später folgte der nächste Rückschlag.

Nach einem Foul von Lukas Meindl an Nico Tavcar kam es anschließend zu einem Schubser Tavcars. Der bereits verwarnte Straubinger sah dafür die zweite Gelbe Karte und musste mit Gelb-Rot vom Platz.

Straubing war damit ab der 62. Minute in Unterzahl.

Doch die aus Sicht des FSV VfB entscheidenden Szenen waren damit noch nicht beendet.

Kurz darauf kam Rayan Farjallah im Teisbacher Strafraum zu Fall. Während die Straubinger einen Strafstoß forderten, ließ der Unparteiische weiterspielen.

Praktisch im Gegenzug erhielt Teisbach einen Eckball.

Dieser landete bei Lukas Meindl, der in der 67. Minute zum 2:1 für die Gastgeber einköpfte.

Innerhalb von nur zehn Minuten war eine Partie, die Straubing lange kontrolliert hatte, komplett gedreht.

FSV VfB gibt auch in Unterzahl nicht auf

Trotz des Rückstands und eines Spielers weniger auf dem Platz steckte die Koller-Elf nicht auf.

Teisbach zog sich zunehmend zurück und konzentrierte sich darauf, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Straubing versuchte dagegen bis zum Ende alles, um zumindest den hochverdienten Ausgleich zu erzielen.

Und in der Nachspielzeit folgte die nächste Szene, die für heftige Straubinger Proteste sorgte.

Ein präziser Flankenball fand den eingewechselten Maximilian Hupfloher am Fünfmeterraum. Beim Versuch zum Kopfball kam Hupfloher nach Kontakt mit einem Teisbacher Verteidiger zu Fall.

Auch hier forderte der FSV VfB vehement Strafstoß – erneut blieb der Pfiff aus.

Wenig später war Schluss.

FC Teisbach – FSV VfB Straubing 2:1.

Franz Koller: „Diese Niederlage tut heute doch sehr weh“

Entsprechend groß war die Enttäuschung bei FSV VfB-Trainer Franz Koller nach der Partie: „Die Zuschauer sahen ein sehr emotionales und intensives Spiel. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit unser bestes Auswärtsspiel abgeliefert und müssen zur Pause 3 oder 4:0 führen. Nach dem Wechsel haben wir etwas nachgelassen und Teisbach agierte sehr aggressiv. Doch definitiv brachte erst der Schiedsrichter Teisbach zurück ins Spiel durch einen völlig unberechtigten Elfmeter. Leider stand der Schiedsrichter im Mittelpunkt der Partie und hat das Spiel zu Gunsten von Teisbach entschieden. In Unterzahl probieren wir zum Ausgleich zu kommen, bekommen jedoch zwei klare Elfmeter nicht zugesprochen. Diese Niederlage tut heute doch sehr weh.“

Leistung macht Mut – Ergebnis tut weh

So bitter diese Niederlage ist: Die sportliche Leistung über weite Strecken der Begegnung sollte nicht untergehen.

Gerade die erste Halbzeit zeigte, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Der FSV VfB kombinierte, erspielte sich Chancen und bestimmte gegen einen zuletzt wiedererstarkten Landesliga-Absteiger das Geschehen.

Was fehlte, war die Konsequenz vor dem Tor.

Denn unabhängig von den aus Straubinger Sicht strittigen Entscheidungen nach der Pause hätte die Begegnung angesichts der Möglichkeiten bereits in den ersten 45 Minuten deutlich in Richtung des FSV VfB entschieden sein können.

Das ist vermutlich die wichtigste sportliche Erkenntnis aus diesem Nachmittag: Die Leistung war da – die Belohnung nicht.

Nun gilt es, den Frust in Energie für die nächste Aufgabe umzuwandeln.

Bereits am Freitag, 25. September, um 19:00 Uhr empfängt der FSV VfB Straubing den FC Walkertshofen zum nächsten Punktspiel der Bezirksliga West.

Dann soll im heimischen Stadion die passende Antwort folgen. ❤️🖤

Spieldaten

FC Teisbach – FSV VfB Straubing 2:1 (0:1)

Tore:
0:1 Imran Krasniqi (26.)
1:1 Oliver Gabel (57., Foulelfmeter)
2:1 Lukas Meindl (67.)

Gelb-Rot: Nico Tavcar (62., FSV VfB Straubing)

Schiedsrichter: Johannes Ascher
Zuschauer: 268

FSV VfB Straubing: Kaan Gülcü – Julian Weber (79. Leon Jedlicka), Arian Ramadani, Nico Tavcar, Lorik Ajeti, Felix Jobst, Valentin Kainz (85. Maximilian Hupfloher), Florian Folger, Besmir Arifaj, Imran Krasniqi, Rayan Farjallah (70. Simon Hack)

FC Teisbach: Nico Kreisler – Bastian Attenberger (91. Tim Wieselsberger), Alexander Rauscher, Philipp Zahn, Kevin Ritt, Pars Karayel, Franz Gruber, Jonas Schreiner, Konstantinos Christopoulos, Oliver Gabel, Lukas Meindl (83. Matthias Vögl)

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