Logo

FSV VfB stürzt den Tabellenführer – der Auswärtsknoten ist geplatzt!

Lorik Ajeti schießt ersatzgeschwächte Straubinger zum verdienten 1:0-Derbysieg beim FSV Landau/Isar – starke Defensive und großer Kampf werden mit drei Punkten belohnt

Ausgerechnet beim Tabellenführer ist der Knoten geplatzt! Der FSV VfB Straubing hat am Samstag beim bis dahin zu Hause ungeschlagenen FSV Landau/Isar seinen ersten Auswärtssieg der Saison gefeiert. In einer umkämpften Bezirksligapartie setzte sich die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Franz Koller verdient mit 1:0 durch.

Der entscheidende Treffer ging auf das Konto von Lorik Ajeti. Mindestens genauso wichtig war an diesem Nachmittag aber die geschlossene Mannschaftsleistung. Straubing verteidigte konzentriert, hielt körperlich dagegen und ließ dem Tabellenführer über die gesamte Partie kaum gefährliche Abschlüsse zu.

Überschattet wurde der Derbysieg allerdings von zwei Verletzungen. Besonders bitter erwischte es Julian Weber, bei dem nach einem Zweikampf ein Jochbeinbruch diagnostiziert wurde. Er muss operiert werden. Auch der eingewechselte Niklas Bogner musste später verletzt vom Platz. Bei ihm stellte sich die zunächst befürchtete Rippenfraktur glücklicherweise als Rippenprellung heraus.

Straubing setzt das erste Ausrufezeichen

Vor 120 Zuschauern hatte Landau zwar über weite Strecken mehr Ballbesitz, die erste große Gelegenheit gehörte jedoch den Gästen.

Nach gut zehn Minuten zog Simon Hack vom rechten Strafraumeck ab. Landauer Torhüter Maximilian Putz konnte den Ball mit Unterstützung der Querlatte gerade noch über das Tor lenken.

Danach hatte der Tabellenführer mehr vom Ball, fand gegen die gut organisierte Straubinger Defensive aber kaum Lösungen. Angeführt von Valentin Kainz und Kapitän Felix Jobst arbeitete der FSV VfB geschlossen gegen den Ball und machte insbesondere rund um den eigenen Strafraum die Räume eng.

Landau reklamierte in der ersten Hälfte zweimal Handspiel im Straubinger Strafraum. Schiedsrichter Timo Mühlbauer entschied in beiden Situationen gegen einen Strafstoß.

Gefährliche Torabschlüsse der Gastgeber blieben dagegen Mangelware.

Ajeti erzielt das Tor des Tages

Straubing wartete geduldig auf seine Möglichkeiten – und wurde für eine Standardsituation belohnt.

Lorik Ajeti erzielte den entscheidenden Treffer zum 1:0 (35. Minute) und brachte den FSV VfB damit auf die Siegerstraße.

Trainer Franz Koller freute sich insbesondere darüber, dass seine Mannschaft ausgerechnet bei einem ruhenden Ball erfolgreich war: „Erstmal sind wir heilfroh über unseren ersten Auswärtssieg, dass endlich der Knoten geplatzt ist. Landau wirkte doch verunsichert. Das Spiel war geprägt von vielen langen Bällen und es war technisch gesehen wirklich kein gutes Bezirksligaspiel. Kämpferisch haben wir alles gegeben. Mich freut, dass unser Tor endlich mal aus einer genutzten Standardsituation gefallen ist.“

Hinweis zur Spielminute: In den vorliegenden Angaben gibt es einen Widerspruch. Im Fließtext wird Ajetis Treffer der 53. Minute zugeordnet, in den offiziellen Spieldaten unten der 35. Minute. Für die Veröffentlichung würde ich die Minute deshalb noch einmal mit dem offiziellen Spielbericht abgleichen.

Schock um Julian Weber

Kurz nach dem Seitenwechsel rückte der Fußball zunächst in den Hintergrund.

Bei einem Luftzweikampf (53. Minute) wurde Julian Weber im Gesicht getroffen und konnte nicht weiterspielen. Ein Krankenwagen brachte ihn zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus nach Deggendorf. Dort wurde ein Jochbeinbruch diagnostiziert. Weber soll am Mittwoch operiert werden.

Aus Straubinger Sicht sorgte die Szene auch sportlich für Unverständnis, da der Landauer Spieler für das Einsteigen weder eine persönliche Strafe noch einen Platzverweis erhielt.

Für Weber kam Niklas Bogner in die Partie.

Landau findet kaum ein Durchkommen

Trotz des Rückschlags blieb der FSV VfB konzentriert und hielt an seinem Matchplan fest.

Die größte Gelegenheit der Gastgeber folgte in der 70. Minute. Nach einer Kombination kam Jakob Streifeneder am linken Fünfmetereck frei zum Abschluss, setzte seinen Volley jedoch knapp neben den rechten Pfosten.

Es sollte eine der ganz wenigen wirklich gefährlichen Möglichkeiten des Tabellenführers bleiben.

Straubing verteidigte mit großer Leidenschaft und warf sich gemeinsam gegen jeden Landauer Angriff.

Auch Bogner muss verletzt raus

Nach rund 80 Minuten folgte der nächste Schreckmoment. Der erst in der zweiten Halbzeit eingewechselte Niklas Bogner musste nach einem harten Zweikampf ebenfalls verletzt vom Platz.

Zunächst bestand der Verdacht auf eine Rippenfraktur. Die Untersuchung im Krankenhaus brachte zumindest in diesem Punkt Entwarnung: Es handelt sich um eine Rippenprellung.

Für Trainer Franz Koller machten die beiden Verletzungen den ohnehin schwierigen Nachmittag noch komplizierter. Bereits vor der Partie fehlten Tom Liebherr, Maximilian Hupfloher, Leon Gruber und Besmir Arifaj. Kurzfristig musste außerdem Florian Folger aufgrund von Leistenproblemen passen.

Straubing verpasst die Entscheidung

In der Schlussphase boten sich dem FSV VfB sogar noch Möglichkeiten, die Partie vorzeitig zu entscheiden.

Rayan Farjallah und Felix Jobst hatten bei Kontern gute Chancen auf das 2:0, konnten diese jedoch nicht nutzen.

So musste bis zum Schlusspfiff gezittert werden.

Dann war es geschafft: 1:0 beim Tabellenführer – erster Auswärtssieg der Saison und drei ganz wichtige Punkte für den FSV VfB Straubing.

Franz Koller zog entsprechend zufrieden Bilanz: „Wenn man am Ende alles zusammenrechnet, dass im Vorfeld schon Tom Liebherr, Maximilian Hupfloher, Leon Gruber und Besmir Arifaj fehlten und kurzfristig auch noch Florian Folger mit Leistenproblemen passen musste, haben wir unter all diesen Umständen das Optimale herausgeholt und sind zum Schluss zufrieden mit dem Derbysieg und den drei Punkten.“

Drei Punkte – aber die Gedanken sind bei Julian

So groß die Freude über den ersten Auswärtssieg war, ganz unbeschwert konnte ihn an diesem Nachmittag niemand feiern.

Die Gedanken der Mannschaft waren nach dem Schlusspfiff vor allem bei Julian Weber.

Der gesamte FSV VfB Straubing wünscht Julian für die bevorstehende Operation alles Gute und einen bestmöglichen Heilungsverlauf. Wir hoffen, dass wir ihn im neuen Jahr wieder gesund auf dem Fußballplatz sehen können.

Auch Niklas Bogner wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung.

Gute Besserung, Jungs! ❤️🖤

Freitagabend kommt Dingolfing II

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt der Mannschaft nicht. Bereits am kommenden Freitag um 19:00 Uhr geht es im heimischen Stadion weiter.

Dann empfängt der FSV VfB Straubing den FC Dingolfing II.

Nach dem emotionalen 3:2-Heimsieg gegen Walkertshofen folgt nun der 1:0-Erfolg beim Tabellenführer. Zwei Siege, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und die doch eines gemeinsam haben:

Diese Mannschaft kämpft bis zum Schluss.

Die Spieldaten

FSV Landau/Isar – FSV VfB Straubing 0:1

⚽ Tor: 0:1 Lorik Ajeti
👥 Zuschauer: 120
⚖️ Schiedsrichter: Timo Mühlbauer (Windorf)

FSV VfB Straubing:
Kaan Gülcü – Julian Weber (53. Niklas Bogner / 82. Leon Jedlicka), Arian Ramadani, Nico Tavcar, Lorik Ajeti, Felix Jobst, Valentin Kainz, Mario Cieslik (90. Matthias Gruber), Simon Hack (57. Rayan Farjallah), Max Plendl, Imran Krasniqi

FSV Landau/Isar:
Maximilian Putz – Florian Reitberger, Kevin Löffler, Patrick Ortmeier (57. Adrian Bumeder), Johannes Lunz (87. Tobias Oswald), Enrico Loibl (88. Jakob Gstettenbauer), Simon Weinzierl (68. Felix Mann-Wagner), Michael Wagner, Timo Seer, Jakob Streifeneder, Felix Schuster (62. Michael Reinwald)

« »