FSV VfB Straubing hält gegen den nächsten Proficlub lange dagegen – umstrittene Szene bringt die Mädels auf die Verliererstraße
Es war eines dieser Spiele, bei denen das Ergebnis am Ende nur einen Teil der Geschichte erzählt.
Unsere U17-Juniorinnen des FSV VfB Straubing mussten sich auswärts beim FC Ingolstadt mit 0:2 geschlagen geben. Doch wer nur auf das Endergebnis blickt, wird der Leistung unserer Mannschaft an diesem Tag nicht gerecht.
Nach dem Auftakt gegen den TSV 1860 München wartete mit Ingolstadt bereits der nächste Nachwuchs eines Proficlubs. Und unsere Mädels zeigten erneut, dass sie sich auf diesem Niveau nicht verstecken müssen.
Bis weit in die zweite Halbzeit stand es 0:0 – ehe eine höchst unglückliche und aus Straubinger Sicht nur schwer nachvollziehbare Situation das Spiel entscheidend beeinflusste.
65 Minuten auf Augenhöhe
Von Beginn an entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung, in der unsere U17 konzentriert arbeitete und dem FC Ingolstadt Paroli bot.
Die Mannschaft hielt defensiv dagegen, arbeitete geschlossen und schaffte es, die Partie lange völlig offen zu gestalten.
Auch nach der Pause änderte sich daran zunächst nichts.
Nach 65 Minuten stand es weiterhin 0:0.
Und vieles deutete darauf hin, dass sich unsere Mädels für ihren engagierten Auftritt mit einem Punkt – oder vielleicht sogar mehr – belohnen könnten.
Dann folgte die Szene, die das Spiel veränderte.
Verletzte Torhüterin am Boden – Ingolstadt erzielt das 1:0
Bei einem Zweikampf ging unsere Torhüterin in der 65. Minute verletzt zu Boden.
Straubing konnte den Ball zunächst aus der Gefahrenzone nach vorne klären. Die Partie wurde vom Schiedsrichter jedoch nicht unterbrochen. Der Ball kam anschließend wieder in Richtung des Straubinger Tores zurück – während unsere Nummer eins nach wie vor verletzt am Boden lag.
Ingolstadt nutzte die Situation und schob den Ball ins verwaiste Tor zum 1:0.
Der Treffer wurde gegeben.
Aus Sicht des FSV VfB eine äußerst bittere und kaum nachvollziehbare Entscheidung, denn die Torhüterin lag zu diesem Zeitpunkt weiterhin verletzt auf dem Spielfeld.
So verständlich die Enttäuschung über diese Situation war: Unsere Mädels ließen sich davon bemerkenswerterweise nicht aus dem Spiel nehmen.
Straubing fordert Elfmeter – der Pfiff bleibt aus
Statt die Köpfe hängen zu lassen, suchte der FSV VfB die Antwort.
Nur wenige Minuten später bot sich die große Gelegenheit dazu.
In der 70. Minute drang Hanna Jung in den Ingolstädter Strafraum ein und kam dort zu Fall. Aus Straubinger Sicht war die Situation elfmeterwürdig – der erhoffte Pfiff blieb jedoch aus.
Damit blieb es beim knappen 0:1.
Unsere U17 gab trotzdem nicht auf und warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Das Ziel war klar: Zumindest ein Punkt sollte mit nach Straubing.
Erst mit dem Schlusspfiff nutzte Ingolstadt die dadurch entstandenen Räume und erzielte den Treffer zum 2:0-Endstand.
Ein Ergebnis, das den tatsächlichen Verlauf der Begegnung nur bedingt widerspiegelt.
Auf diese Leistung können die Mädels aufbauen
Natürlich ist die Enttäuschung nach einem solchen Spiel groß.
Doch unsere Mannschaft hat allen Grund, mit erhobenem Kopf die Heimreise anzutreten.
Über weite Strecken begegnete der FSV VfB dem FC Ingolstadt auf Augenhöhe. Bis zur 65. Minute stand die Null, die Mannschaft arbeitete geschlossen und ließ sich selbst von einem äußerst bitteren Gegentreffer nicht entmutigen.
Die Mädels haben sich nichts vorzuwerfen.
Nach der gezeigten Leistung wäre ein Unentschieden durchaus ein gerechtes Ergebnis gewesen. Jetzt gilt es, genau diesen Weg weiterzugehen.
Denn die ersten Auftritte in der neuen Spielklasse zeigen bereits: Unsere U17 kann auf diesem Niveau mithalten.
Wenn die Mannschaft weiter so arbeitet, werden auch die entsprechenden Ergebnisse kommen.
Und der nächste große Name wartet bereits
Viel Zeit zum Ärgern bleibt ohnehin nicht.
Denn bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste anspruchsvolle Aufgabe:
Wacker München kommt nach Straubing.
Damit steht für unsere U17 bereits das nächste Duell mit einem starken Gegner auf dem Programm.
Nach den bisherigen Auftritten gibt es jedoch keinen Grund, sich davor zu verstecken.
Weiterarbeiten. Weiterkämpfen. Und sich endlich für den Aufwand belohnen. ❤️🖤