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Punkteteilung im Niederbayern-Derby: FSV VfB Straubing verpasst ersten Auswärtssieg

Trotz klarer Feldüberlegenheit und zahlreicher Großchancen reicht es beim TSV Oberschneiding nur zu einem 1:1

Der FSV VfB Straubing muss weiter auf den ersten Auswärtssieg der laufenden Bezirksligasaison warten. Im Niederbayern-Derby beim TSV Oberschneiding kam die Mannschaft trotz deutlicher Feldüberlegenheit, zahlreicher hochkarätiger Torchancen und eines klaren Chancenplus nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus.

Vor rund 400 Zuschauern entwickelte sich eine Partie, die weniger von spielerischer Klasse als vielmehr von Spannung, Kampf und Leidenschaft lebte. Straubing bestimmte über weite Strecken das Geschehen und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Der TSV Oberschneiding hielt jedoch mit großem Einsatz dagegen – und belohnte sich am Ende mit einem Punkt.

Straubing lässt beste Möglichkeiten liegen

Von Beginn an schien die Partie zunächst den erwarteten Verlauf zu nehmen. Der FSV VfB machte Druck und erspielte sich früh Möglichkeiten.

Dabei standen gleich zwei Szenen im Mittelpunkt: Zunächst wurde Felix Jobst von Elias Zach gestoppt, wenig später brachte Christian Sigl den durchgebrochenen Florian Folger als letzter Mann zu Fall. In beiden Situationen blieb es bei Gelb.

Kurz darauf die nächste strittige Szene: Imran Krasniqi kam auf der rechten Seite des Strafraums zum Abschluss, ein Oberschneidinger Verteidiger blockte den Ball mit dem Arm – der erhoffte Elfmeterpfiff blieb jedoch aus.

Unabhängig von den Entscheidungen des Unparteiischen hatte der FSV VfB genügend eigene Möglichkeiten, die Partie frühzeitig in die gewünschte Richtung zu lenken. Max Plendl, Florian Folger und Imran Krasniqi ließen bis zur Pause mehrere hochkarätige Chancen ungenutzt.

Oberschneiding kam im ersten Durchgang dagegen nur einmal gefährlich zum Abschluss. Einen Freistoß von Szilard Virag entschärfte Ben Broghammer problemlos.

So ging es aus Straubinger Sicht äußerst ärgerlich mit 0:0 in die Halbzeitpause.

Ein Fehler – und plötzlich führt Oberschneiding

Zur zweiten Halbzeit reagierte der FSV VfB und brachte die zuletzt lange verletzten Maximilian Hupfloher und Tom Liebherr in die Partie.

Doch ausgerechnet wenige Minuten später führte ein individueller Fehler zum Rückstand. Liebherr versprang als letztem Mann unglücklich der Ball, Mathias Breu nutzte die Gelegenheit eiskalt und brachte den TSV Oberschneiding in der 51. Minute mit 1:0 in Führung.

Der Spielverlauf war damit komplett auf den Kopf gestellt.

Straubing benötigte einige Minuten, um diesen Rückschlag zu verarbeiten. Anschließend übernahm der FSV VfB wieder die Initiative – ließ aber zunächst erneut beste Möglichkeiten liegen.

Folger bereitet vor – Plendl trifft zum 1:1

In der 72. Minute war es dann endlich so weit.

Der unermüdlich arbeitende Florian Folger setzte sich stark über die linke Seite durch und behielt anschließend die Übersicht. Seine Hereingabe erreichte den mitgelaufenen Max Plendl, der den Ball aus vollem Lauf zum hochverdienten 1:1-Ausgleich in die Maschen hämmerte.

Danach wollte der FSV VfB mehr.

Straubing drückte auf den Siegtreffer und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Doch weder Tom Liebherr noch Florian Folger oder Lukas Groß konnten ihre Chancen zur erhofften Führung nutzen.

Nach 94 Minuten war Schluss: 1:1 – und damit erneut kein Auswärtssieg für den FSV VfB Straubing.

Tom Liebherr: „Oberschneiding hat mehr Willen und Leidenschaft an den Tag gelegt“

Co-Spielertrainer Tom Liebherr fand nach der Partie klare Worte: „Wir müssen uns heute leider beim Tabellenschlusslicht Oberschneiding mit einem 1:1 zufrieden geben. Nach dem Rückstand durch einen individuellen Fehler in der 51. Minute zeigte die Mannschaft Moral und kam durch Max Plendl in der 70. Minute zum verdienten Ausgleich. Trotz weiterer Bemühungen gelang der Siegtreffer nicht mehr. Am Ende bleiben ein Punkt und die Erkenntnis, dass in den kommenden Spielen wieder eine Leistungssteigerung nötig sein wird.“

Liebherr hob dabei auch die Einstellung des Gegners hervor: „Abschließend muss man sagen, dass Oberschneiding mehr Willen, Leidenschaft und Freude an den Tag gelegt hat und sich dadurch nicht unverdient einen Punkt erobert hat.“

Eine Einschätzung, die trotz der deutlichen Straubinger Überlegenheit viel über diese Partie aussagt. Denn Chancen und Ballbesitz alleine reichen nicht. Gerade solche Derbys werden auch über Konsequenz, Mentalität und Entschlossenheit entschieden.

Für den FSV VfB bleibt deshalb vor allem eine bittere Erkenntnis: Die Möglichkeiten für drei Punkte waren mehr als ausreichend vorhanden – genutzt wurden sie nicht.

Jetzt wartet der Totopokal

Viel Zeit zum Ärgern bleibt allerdings nicht. Bereits am Mittwoch um 18:30 Uhr wartet die nächste Aufgabe.

Im Achtelfinale des Totopokals gastiert der FSV VfB Straubing bei der SpVgg GW Deggendorf. Aufgrund des fehlenden Flutlichts am Hauptplatz wird die Partie auf dem dortigen Kunstrasenplatz ausgetragen.

Dann bietet sich bereits die nächste Gelegenheit, eine Reaktion zu zeigen.

Die Spieldaten

TSV Oberschneiding – FSV VfB Straubing 1:1 (0:0)

Tore:
1:0 Mathias Breu (51.)
1:1 Max Plendl (72.)

FSV VfB Straubing:
Ben Broghammer, Arian Ramadani, Nico Tavcar (82. Besmir Arifaj), Lorik Ajeti (46. Tom Liebherr), Niklas Bogner (46. Maximilian Hupfloher), Felix Jobst, Valentin Kainz (66. Mario Cieslik), Florian Folger, Simon Hack (46. Lukas Groß), Max Plendl, Imran Krasniqi

Schiedsrichter: Nick Ebner (Zachenberg)
Zuschauer: 400

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