Max Plendl und Florian Folger treffen – Debütant Ben Broghammer überzeugt im Tor
Das war die richtige Antwort! Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge hat sich der FSV VfB Straubing mit einer starken Leistung zurückgemeldet und am Samstag den SV Neufraunhofen mit 2:0 (0:0) bezwungen. Gegen eine der Spitzenmannschaften der Bezirksliga West zeigte die junge Straubinger Mannschaft bei tropischen Temperaturen nicht nur spielerische Qualität, sondern vor allem Einsatz, Mentalität und den nötigen Willen.
Die Treffer für den FSV VfB erzielten Max Plendl und Florian Folger. Ein besonderes Spiel erlebte zudem Ben Broghammer, der sein Pflichtspieldebüt im Tor des FSV VfB feierte und mit mehreren starken Paraden entscheidenden Anteil am Heimsieg hatte.
Offener Schlagabtausch am Peterswöhrd
Trotz Temperaturen von annähernd 40 Grad entwickelte sich vor 145 Zuschauern von Beginn an eine intensive und unterhaltsame Bezirksligapartie.
Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne und erspielten sich bereits im ersten Durchgang zahlreiche Möglichkeiten. Für Straubing hatte Florian Folger gleich zweimal Pech: Bei zwei starken Abschlüssen standen Pfosten und Latte einer Führung im Weg.
Doch auch Neufraunhofen zeigte, warum die Mannschaft zur Spitzengruppe der Liga gehört.
Gleich dreimal tauchten die Gäste gefährlich vor dem Straubinger Tor auf. Michael Gerauer, Tobias Brenninger und Stefan Brenninger fanden jedoch jeweils ihren Meister in Ben Broghammer. Der FSV VfB-Keeper zeigte bei seinem Pflichtspieldebüt keinerlei Nervosität und entschied alle drei Eins-gegen-eins-Situationen für sich.
So ging es trotz zahlreicher Möglichkeiten auf beiden Seiten torlos in die Kabinen. Ein 3:3 oder sogar 4:4 wäre angesichts der Chancen durchaus möglich gewesen.
Max Plendl vollendet einen starken Spielzug
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv und zunächst vollkommen offen.
In der 57. Minute hatten zunächst die Gäste die große Möglichkeit zur Führung. Johannes Körbl setzte seinen Schlenzer von der Strafraumgrenze jedoch an den rechten Pfosten.
Praktisch im Gegenzug schlug der FSV VfB zu – und das mit einem sehenswert herausgespielten Treffer.
Kapitän Felix Jobst spielte den Ball perfekt in die Schnittstelle der Neufraunhofener Defensive. Der eingewechselte Arian Ramadani nahm im Strafraum den Kopf hoch und legte überlegt quer. Max Plendl war mitgelaufen und drückte den Ball aus vollem Lauf über die Linie.
1:0 für den FSV VfB Straubing!
Ein Treffer, der sinnbildlich für die Leistung an diesem Nachmittag stand: zielstrebig, mannschaftlich herausgespielt und im entscheidenden Moment konsequent.
Straubing übernimmt die Kontrolle
Nach der Führung bekam der FSV VfB die Begegnung zunehmend besser in den Griff.
Zusätzlichen Rückenwind brachte die Gelb-Rote Karte gegen Neufraunhofens Tobias Bauernschmid in der 74. Minute nach wiederholtem Foulspiel. In Überzahl kontrollierten die Straubinger das Geschehen und ließen defensiv kaum noch etwas anbrennen.
Zehn Minuten vor dem Ende hatte Florian Folger bereits die große Möglichkeit zur Entscheidung, scheiterte allerdings am stark reagierenden Gästetorwart Thomas Huber.
Die endgültige Entscheidung fiel schließlich kurz vor Schluss.
Nach einem schnellen Straubinger Angriff kam der Ball zu Michael Suri. Dessen Hereingabe wurde im Strafraum mit ausgestrecktem Arm geblockt – Handelfmeter.
Florian Folger übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 2:0-Endstand.
Nach 96 intensiven Minuten war Schluss – und der Jubel auf Straubinger Seite entsprechend groß.
Eine Reaktion, die wichtig war
Nach den Niederlagen gegen Langquaid, Schierling und Aiglsbach war dieser Erfolg weit mehr als nur der nächste Dreier.
Schon beim bitteren 2:3 in Aiglsbach hatte die Mannschaft über weite Strecken eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt. Gegen Neufraunhofen belohnte sich das Team nun endlich für seinen Aufwand.
Vor allem die Art und Weise macht Mut: Gegen einen starken Gegner hielt der FSV VfB spielerisch dagegen, arbeitete als Mannschaft, überstand schwierige Situationen und nutzte im zweiten Durchgang die entscheidenden Momente.
Genau diese Eigenschaften werden in einer ausgeglichenen Bezirksliga West benötigt.
FSV VfB-Spielertrainer Maximilian Hupfloher zeigte sich entsprechend zufrieden: „Die Zuschauer sahen bei dieser Hitze trotzdem ein sehr intensives und interessantes Spiel. Die erste Halbzeit war ausgeglichen und ein Torwart-Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Nach der Pause brachten wir mit unseren Wechseln immer wieder frischen Schwung in unser Spiel und hatten nach der berechtigten Gelb-Roten Karte die Oberhand. Wir machten dann zudem zum jeweils richtigen Zeitpunkt unsere Tore und behielten so letztlich verdient die drei Punkte bei uns in Straubing!“
Starke Mannschaftsleistung – und ein starkes Debüt
Neben den beiden Torschützen Max Plendl und Florian Folger verdiente sich an diesem Nachmittag vor allem die gesamte Mannschaft ein Lob.
Der FSV VfB zeigte die Reaktion, die nach den vergangenen Wochen notwendig war. Besonders erfreulich war zudem das Pflichtspieldebüt von Ben Broghammer, der in mehreren entscheidenden Situationen zur Stelle war und seinen Kasten gegen eine der offensivstarken Mannschaften der Liga sauber hielt.
Am Ende steht ein verdienter 2:0-Heimsieg gegen den SV Neufraunhofen – und vor allem die Erkenntnis:
Diese junge Mannschaft kann gegen die Spitzenteams der Bezirksliga bestehen.
Jetzt gilt es, genau diese Leistung und diese Mentalität in die kommenden Aufgaben mitzunehmen.
Die Spieldaten
FSV VfB Straubing – SV Neufraunhofen 2:0 (0:0)
Tore:
1:0 Max Plendl (59.)
2:0 Florian Folger (90., Handelfmeter)
Gelb-Rot: Tobias Bauernschmid (74., SV Neufraunhofen / wiederholtes Foulspiel)
FSV VfB Straubing:
Ben Broghammer, Julian Weber (55. Mario Cieslik), Nico Tavcar, Lorik Ajeti, Niklas Bogner (85. Matthias Gruber), Felix Jobst, Valentin Kainz, Leon Jedlicka (46. Arian Ramadani), Florian Folger, Simon Hack, Max Plendl (72. Michael Suri)
Schiedsrichter: Luis Seidl
Zuschauer: 145
Pressekonferenz
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