Straubingerinnen erspielen sich zahlreiche Möglichkeiten, doch die Gäste zeigen sich beim 0:3 eiskalt – drei verletzungsbedingte Ausfälle trüben den starken Auftritt zusätzlich
Das Ergebnis erzählt an diesem Sonntag nur einen Teil der Geschichte. Die U17-Juniorinnen des FSV VfB Straubing mussten sich im heimischen Stadion dem FFC Wacker München II mit 0:3 (0:1) geschlagen geben und warten damit nach drei Spieltagen weiterhin auf die ersten Punkte in der Landesliga Süd.
Wer jedoch nur auf das Resultat blickt, wird der Leistung der Straubingerinnen nicht gerecht. Über weite Strecken zeigte die Mannschaft von Trainer Igor Fernandez einen engagierten und spielerisch überzeugenden Auftritt, erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten und bewies erneut, dass sie auf diesem Niveau mithalten kann.
Was weiterhin fehlt, ist die Belohnung.
Straubing spielt – Wacker trifft
Von Beginn an versteckten sich die Gastgeberinnen keineswegs. Der FSV VfB suchte mutig den Weg nach vorne und kam immer wieder gefährlich in den Münchner Strafraum.
Doch während die Straubingerinnen ihre Möglichkeiten nicht nutzen konnten, zeigte Wacker München genau jene Effizienz, die in der Landesliga den Unterschied ausmachen kann.
Bereits in der 12. Minute gingen die Gäste mit 1:0 in Führung.
Straubing ließ sich davon nicht entmutigen. Die Mannschaft arbeitete weiter, erspielte sich Möglichkeiten und setzte die Münchner Defensive immer wieder unter Druck. Wacker verteidigte allerdings konsequent und konnte sich zudem auf eine starke Torhüterin verlassen.
So ging es trotz eines guten Straubinger Auftritts mit einem 0:1-Rückstand in die Pause.
Chancen sind da – nur das Tor fehlt
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich. Die Straubingerinnen investierten viel, kamen zu aussichtsreichen Situationen und hatten mehrfach die Möglichkeit, den längst verdienten Ausgleich zu erzielen.
Die Zahlen verdeutlichen das Problem: Während der FSV VfB bei acht aussichtsreichen Situationen im gegnerischen Strafraum ohne Treffer blieb, nutzte Wacker drei seiner lediglich vier gefährlichen Szenen.
In der 42. Minute erhöhten die Gäste auf 2:0. Spätestens mit dem dritten Münchner Treffer in der 68. Minute war die Partie entschieden.
Das 0:3 fällt damit deutlich aus – spiegelt aber die Kräfteverhältnisse auf dem Platz nur bedingt wider.
Der positive Trend ist sichtbar
So bitter die dritte Niederlage im dritten Landesliga-Spiel ist: Die Entwicklung der Mannschaft ist unverkennbar.
Bereits beim FC Ingolstadt zeigte die U17 eine starke Leistung. Auch beim Saisonauftakt gegen den TSV 1860 München hielt die Mannschaft insbesondere in der ersten Halbzeit gut dagegen.
Gegen Wacker München folgte nun der nächste Schritt. Einsatz, Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten und die spielerischen Ansätze stimmen zunehmend.
Jetzt geht es darum, im entscheidenden letzten Drittel konsequenter zu werden.
Denn auf diesem Niveau werden eigene Fehler bestraft – und gleichzeitig müssen sich die Straubingerinnen für ihre selbst herausgespielten Möglichkeiten endlich belohnen.
Drei verletzungsbedingte Auswechslungen
Einen zusätzlichen Wermutstropfen gab es durch gleich drei verletzungsbedingte Ausfälle.
Hanna Jung, Lara Winklmeier und Celine Graßl konnten die Partie nicht beenden. Ob sie für die kommenden Aufgaben zur Verfügung stehen werden, ist zunächst offen.
Gerade angesichts der anspruchsvollen nächsten Wochen bleibt zu hoffen, dass alle drei schnell wieder auf den Platz zurückkehren können.
Igor Fernandez: „Die heute gezeigte Leistung war top“
Trainer Igor Fernandez richtet den Blick trotz der Niederlage nach vorne: „Ich hoffe, dass wir nächste Woche endlich den Knoten platzen lassen, unser erstes Tor erzielen und uns damit auch ein Stück weit das Glück zurückholen. Die heute gezeigte Leistung war top.“
Für Fernandez ist gleichzeitig klar, woran seine Mannschaft nun arbeiten muss: „Trotzdem müssen wir jetzt anfangen, unsere Chancen zu nutzen, Tore zu schießen und uns für den großen Aufwand zu belohnen. Nur dann werden wir auch die Punkte holen, die sich die Mannschaft mit ihrem Einsatz und ihrer Leidenschaft verdient.“
Mund abwischen – und weiterarbeiten
Drei Spiele, drei Niederlagen und noch kein eigener Treffer – rein auf dem Papier ist der Start in die Landesliga schwierig.
Doch gerade bei einer jungen Mannschaft darf Entwicklung nicht ausschließlich an Ergebnissen gemessen werden. Gegen drei spielstarke Gegner haben die Straubingerinnen bereits Phasen gezeigt, in denen sie absolut konkurrenzfähig waren.
Der nächste Schritt ist klar: Aus guten Leistungen müssen Tore werden – und aus Toren irgendwann die ersten Punkte.
Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits am kommenden Sonntag. Dann geht es auswärts zum SV Kirchberg im Wald.
Die Richtung stimmt. Jetzt fehlt die Belohnung. ❤️🖤
Die Spieldaten
FSV VfB Straubing – FFC Wacker München II 0:3 (0:1)
Tore:
0:1 (12.)
0:2 (42.)
0:3 (68.)
Schiedsrichter: Maximilian Kelbel
Zuschauer: 141