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Starke Leistung bleibt unbelohnt: FSV VfB Straubing verspielt 2:0-Führung in Aiglsbach

Ersatzgeschwächte Straubinger zeigen ihr bislang bestes Auswärtsspiel – am Ende entscheidet eine bittere Schlussphase

Dritte Niederlage in Folge – und doch war beim FSV VfB Straubing nach dem Schlusspfiff etwas ganz anderes zu spüren als noch in den Wochen zuvor. Beim heimstarken TV Aiglsbach zeigte die junge Mannschaft trotz des Ausfalls von gleich sieben Stammspielern ihre bislang beste Auswärtsleistung der Saison. Nach einer verdienten 2:0-Führung stand am Ende dennoch eine bittere 2:3-Niederlage.

Eine Niederlage, die besonders schmerzt. Nicht, weil der Gegner klar überlegen gewesen wäre – sondern weil sich der FSV VfB für eine über weite Strecken disziplinierte und kämpferische Leistung erneut nicht belohnte.

Matchplan geht lange perfekt auf

Von Beginn an setzte der FSV VfB die taktischen Vorgaben hervorragend um. Aiglsbach hatte zwar mehr Ballbesitz, fand gegen die kompakt stehende Straubinger Defensive aber nur selten gefährliche Lösungen.

Besonders erfreulich war der Auftritt von Niklas Bogner, der kurzfristig aus der zweiten Mannschaft in die Startelf rückte und seine Aufgabe in der Defensive mit einer bemerkenswert abgeklärten Leistung erfüllte.

Auch Torjäger Manfred Gröber, aktuell bester Torschütze der Bezirksliga West, wurde über weite Strecken hervorragend kontrolliert. Nico Tavcar und Lorik Ajeti erledigten diese Aufgabe mit großem Einsatz.

Tavcar bringt den FSV VfB in Führung

Der Lohn folgte in der 39. Minute.

Nach einer präzise getretenen Ecke von Mario Cieslik legte Valentin Kainz clever ab. Nico Tavcar fasste sich ein Herz und jagte den Ball mit einem satten Schuss zur verdienten 1:0-Führung in die Maschen.

Bis zur Pause hätten Julian Weber und erneut Tavcar den Vorsprung sogar noch ausbauen können, scheiterten jedoch jeweils am starken TVA-Keeper Dominik Bals.

Folger erhöht – alles spricht für Straubing

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig.

Der FSV VfB verteidigte weiterhin konzentriert und setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche.

In der 54. Minute wurde Florian Folger im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Torjäger selbst souverän zum 2:0.

Nach gut einer Stunde schien der FSV VfB auf dem besten Weg zum ersten Auswärtssieg der Saison.

Innerhalb weniger Minuten kippt das Spiel

Doch dann änderte sich die Partie komplett.

Zunächst verkürzte Manfred Gröber mit einem sehenswerten Freistoß aus rund 18 Metern auf 1:2. Das Heimteam bekam dadurch neues Selbstvertrauen und wurde von den eigenen Zuschauern lautstark nach vorne getragen.

Nur wenige Minuten später sorgte eine unglückliche Situation für den Ausgleich. Eine scharfe Hereingabe von der rechten Seite lenkte Nico Tavcar unhaltbar ins eigene Tor.

Der FSV VfB schüttelte sich kurz – musste in der 79. Minute aber den nächsten Rückschlag hinnehmen. Nach einem aus Straubinger Sicht klaren Foulspiel an Kapitän Felix Jobst ließ der Schiedsrichter weiterspielen. Die Gastgeber nutzten den Vorteil eiskalt aus, Roman Roggenbuck traf zum 3:2.

Moral bis zur letzten Sekunde

Aufgeben kam für die Straubinger jedoch nicht infrage.

Bis in die Nachspielzeit warf die Mannschaft alles nach vorne und hatte tatsächlich noch die große Chance zum Ausgleich. Nach einem Eckball kam Arian Ramadani zum Abschluss, doch Dominik Bals reagierte mit einem starken Reflex und rettete seinem Team den Heimsieg.

So blieb dem FSV VfB erneut nur die Erkenntnis, dass eine gute Leistung allein in der Bezirksliga nicht ausreicht.

Maximilian Hupfloher: „Wir bringen uns selbst um den Lohn“

Der verletzte Spielertrainer Maximilian Hupfloher fand nach dem Spiel klare Worte: „Trotz sieben fehlender Stammspieler haben wir unseren Matchplan über mehr als eine Stunde hervorragend umgesetzt. Am Ende bringen wir uns durch einen Freistoß durch die Mauer, ein Eigentor und einen weiteren individuellen Fehler selbst um den verdienten Lohn. Wie schon gegen Langquaid und Schierling kosten uns momentan zu viele vermeidbare Fehler wichtige Punkte. Trotzdem gilt: Kopf hoch, weitermachen und positiv bleiben. Schon am kommenden Samstag wartet mit Tabellenführer Neufraunhofen die nächste große Herausforderung – und gleichzeitig die Chance, es besser zu machen.“

Leistung macht Mut

Auch wenn am Ende erneut keine Punkte auf der Habenseite standen, dürfte die Leistung in Aiglsbach Mut machen. Gegen einen starken Gegner zeigte der FSV VfB über weite Strecken genau die Tugenden, die ihn zum Saisonauftakt ausgezeichnet hatten: Leidenschaft, Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit.

Nun gilt es, diese Leistung mit in die kommenden Aufgaben zu nehmen – denn bereits am nächsten Samstag wartet mit Tabellenführer SV Neufraunhofen die nächste große Herausforderung.

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